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Herr Wöhr, im Rahmen des Flottentests vom 18.6. – 1.7. in Weyarn haben Sie ein Pedelec genutzt. Könnten Sie uns kurz von Ihren Erfahrungen berichten?

Die Landschaft in unserer Gemeinde ist geprägt von Steigungen, die vielfach einer häufigen Nutzung von Fahrrädern entgegenstehen. Ich war deshalb sehr angetan von der Leistungs- und Vielfältigkeit des erprobten Pedelecs. Pedelecs erhöhen den Aktionskreis gegenüber einem normalen Fahrrad ganz erheblich, da an Bergen nur geringer Geschwindigkeitsverlust zu verzeichnen ist.

 

Worin sehen Sie die größten Vorteile bei der Nutzung eines E-Fahrzeuges/Pedelec? Könnten Sie sich grundsätzlich vorstellen, für die Gemeinde ein E-Fahrzeug/Pedelec anzuschaffen?

Grundsätzlich braucht ein Pedelec mit einem 500 Wattstunden-Akku kaum mehr Energie wie eine Glühbirne alter Art oder ein Staubsauger und ist damit sehr energieeffizient in der Mobilität. Gleichzeitig ist man in Bewegung, was im Büroalltag aus gesundheitlichen Gründen eine immer wichtigere Rolle spielt. Ich kann mir vorstellen, dass ein Pedelec als Dienstrad für innerörtliche Dienstgänge für die Gemeindebediensteten Sinn machen würde. Idealerweise könnte in Zukunft der Strom für E-Fahrzeuge/Pedelecs regenerativ selbst erzeugt werden.

 

Hat sich Ihre Einstellung zum Thema E-Mobilität durch landmobile (und den Flottentest) geändert? Wenn ja, inwiefern?

Ja, meine Frau und ich haben uns selbst nach dem Test je ein MTB-Pedelec gekauft. Viele Umweltbelastungen entstehen durch Freizeitfahrten mit dem Pkw oder durch Urlaubsflüge. In unserem diesjährigen Urlaub sind wir ganz bewusst nicht mit dem Pkw oder mit dem Flugzeug verreist. Vielmehr habe ich versucht, so gut wie alle Ausflüge und Freizeitaktivitäten mit dem Pedelec zu tätigen. Es lässt sich steuern, ob man unter sportlichen Aspekten fährt oder  erholsam aber dennoch schnell eine Besorgungsfahrt tätigt.

Bei einer 500 Wattstunden-Ladung betrug die Reichweite 150 km bzw. 80 km bei einer Steigung von 1000 Höhenmetern. Meine Frau mit geringem Gewicht schaffte mit einer Ladung problemlos die doppelte Strecke/Steigung. Allein im Urlaub habe ich ca. 700 km auf dem Fahrradsattel verbracht, der Pkw stand tagelang in der Garage. Ein mental erholsamer und gesunder Urlaub ohne Stau, der mir und meiner Frau viele unbekannte Facetten unserer Region eröffnete. Meine Kondition hat sich durch die tägliche Nutzung sukzessive gesteigert. Insgesamt habe ich seit dem Kauf in nur wenigen Wochen 1.100 km zurückgelegt. Pedelecs können nach eigener Erfahrung ein wirksamer Beitrag sein, um zumindest den Freitzeitverkehr per Pkw in der warmen Jahreszeit erheblich zu verringern.